Für: Autistische Menschen, Angehörige, Fachkräfte
Ergotherapie, Logopädie & AAC
Kurz gesagt: Ergotherapie, Logopädie und Unterstützte Kommunikation sind dann sinnvoll, wenn sie konkrete Funktions- oder Teilhabeziele unterstützen. Kommunikation soll stärker werden – nicht Lautsprache um jeden Preis.
Zu Sprache und Kommunikation als Begleitthema: Sprache und Kommunikation.
Für autistische Menschen
Ergotherapie, Logopädie und AAC sind dann sinnvoll, wenn sie konkrete Funktions- oder Teilhabeziele unterstützen. Ergotherapie kann sich auf Alltag, Selbstversorgung, Arbeit, Motorik und Umweltanpassung beziehen. Logopädie kann funktionale Kommunikation, Sprache, Schlucken oder AAC nach individuellem Bedarf betreffen. AAC kann auch für sprechende Menschen situativ hilfreich sein.
Kommunikation soll stärker werden – nicht Lautsprache um jeden Preis.
Für Angehörige
Wenig Lautsprache bedeutet nicht automatisch geringes Verständnis. Wenn Unterstützte Kommunikation genutzt wird, sollte sie die eigene Kommunikation der Person stärken. Facilitated Communication mit körperlicher Führung ist klar von autonomer AAC zu unterscheiden.
Das Ziel ist verlässliche, selbstbestimmte Kommunikation.
Für Fachkräfte
Interventionen sollten funktional, teilhabeorientiert und personenzentriert sein. Ergotherapeutische Ziele sollten konkret in Betätigung und Alltag formuliert werden. AAC kann Lautsprache ergänzen oder ersetzen, auch situativ bei sprechenden Personen. FC/gestützte Kommunikation mit körperlicher Führung ist von autonomer AAC klar abzugrenzen – nicht jedes ungewöhnliche Kommunikations- oder Regulationsverhalten ist behandlungsbedürftig.
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Persönliches Kommunikationsprofil zum Weitergeben, zum Beispiel an Ärzt:innen, Schule, Arbeit oder Angehörige – hält fest, wie eine gute Verständigung am besten gelingt.
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