Für: Autistische Menschen, Angehörige

Vorbereitung auf die Diagnostik

Kurz gesagt: Welche Unterlagen für eine Autismusdiagnostik hilfreich sein können und wie du dich sinnvoll vorbereitest, ohne eine perfekte 'Beweisakte' bauen zu müssen.

Für autistische Menschen

Es lohnt sich nicht, eine perfekte “Autismusakte” zu bauen. Hilfreicher ist eine überschaubare Sammlung konkreter Informationen.

Sinnvoll sein können:

  • frühe Zeugnisse oder Berichte,
  • frühere psychiatrische, psychologische, ergotherapeutische oder logopädische Befunde,
  • eine kurze Zeitleiste wichtiger Entwicklungs- und Lebensphasen,
  • konkrete Beispiele zu Kommunikation, Beziehungen, Routinen, Interessen, Reizverarbeitung und Alltag,
  • eine Liste bestehender Diagnosen und Medikamente.

Wenn du eine Begleitperson einbeziehen möchtest, kläre vorher, welche Rolle sie haben soll. Bei Erwachsenen entscheidest grundsätzlich du, welche privaten Informationen du im diagnostischen Prozess teilen möchtest.

Für Angehörige

Hilfreich können sein: Grundschulzeugnisse, Kindergartenberichte, frühere kinderärztliche oder psychologische Befunde, Ergotherapie- oder Logopädieberichte, Entwicklungsberichte und andere Unterlagen mit konkreten Beobachtungen.

Bitte versuche nicht, aus jedem Satz einen “Beweis” zu machen. Ein Zeugnisvermerk wie “arbeitet lieber allein” beweist keinen Autismus. Bedeutung entsteht erst im Gesamtbild.

Weiterführend zur Frage, warum die Kindheit auch bei einer späten Diagnostik wichtig bleibt: Diagnostik bei Erwachsenen.

Passendes Arbeitsblatt

Wichtiger Hinweis

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine Rechtsberatung und keine medizinische oder therapeutische Beratung im Einzelfall.

Stand:

Quellen